Internationale Projekte

Unterstützung einer Geburtsstation mit Labor und Apotheke in Nigeria

Nigeria ist mit über 200 Millionen Einwohnern (2018) mit Abstand das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Nach der Unabhängigkeit von Großbritannien 1960 wechselten sich demokratische,  autoritäre und Militärregierungen ab. Seit 1999 stabilisiert sich eine demokratische Staatsform, die aber durch Korruption durchsetzt ist.
Am 25. September 2015 verabschiedeten die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung "Sustainable Development Goals (SDGs)". Die Agenda enthält 17 Ziele, wie zum Beispiel die Beendigung von Armut und Hunger, die Verbesserung von Gesundheit und Bildung und die Bekämpfung des Klimawandels.
Laut „World Poverty Clock“ von 2018 wird Nigeria das SDG-Ziel Nr.1 ("Keine Armut") - bis 2030 die extreme Armut zu beseitigen - auf keinen Fall erreichen. Dem Bericht zufolge hat die extreme Armut in den letzten Jahren sogar weiter zugenommen und hat damit Indien und die D.R. Kongo überholt. Demnach leben heute über 80% der ca. 190 Millionen Nigerianer/innen unterhalb der Armutsgrenze - Tendenz steigend.
Die Müttersterblichkeit (laut WHO „Tod einer Frau während der Schwangerschaft oder 42 Tage nach Schwangerschaftsende, unabhängig von der Dauer der Schwangerschaft oder dem Ort, an dem sie stattfindet oder die Maßnahmen, die in Bezug auf sie getroffen wurden, jedoch nicht wenn die Todesfälle auf Zufälle oder Versagen zurückzuführen sind.“) liegt in Nigeria (Jahr 2010) bei 630 Sterbefällen pro 100.000 Lebendgeburten (zum Vergleich: Deutschland: 7). 2010 gab es nur 9 Länder in der Welt, in denen die Rate noch höher war.
Dies war ein Grund für Fr(ater). Dr. Mellitus Ossai eine Geburtsstation in Amalla zu gründen, in denen es Frauen ermöglicht wird, ihr Kind begleitet von einer Hebamme und unter hygienischen Bedingungen zur Welt zu bringen. Eine dauerhafte ärztliche Präsenz ist derzeit aus finanziellen Gründen noch nicht realisierbar.
Fr. Mellitus ermöglicht es seit vielen Jahren armen Kindern aus seiner Heimat Amalla,  in die Schule zu gehen und eine Ausbildung zu absolvieren. Einige davon sind Hebammen oder Krankenschwestern/-pfleger, Laborassistenten oder Apotheker geworden. Diese Station soll einen sicheren Arbeitsplatz, ein geregeltes Einkommen und eine stabile Zukunftssicherung bieten. Die „Kinder“ haben ihrerseits die Möglichkeit, ihre erworbene Kompetenz zurück in die Heimatgemeinde zu bringen - zum Wohle der dortigen Bevölkerung.
Es soll eine Apotheke neben der Station erbaut werden. Diese steht jedem offen und der Gewinn durch den Verkauf der Medikamente wird in die Station fließen. Dadurch soll mittelfristig die Unabhängigkeit von ausländischen Spenden erreicht werden.
Alle drei Punkte haben uns überzeugt, dieses Projekt zu unterstützen.


YouTubeFacebookXingInstagramPodcast
Top